BrEAkinG tHE hABIt

Vor Kälte zitternd und völlig übermüdet erhob ich meine steifen Knochen von den harten Holzdielen und streckte mich in dem schwachen Licht der aufgehenden Sonne. Plötzlich spürte ich, wie jemand eine Decke über mir ausbreitete, mich an sich Zog und fest die Arme um mich schlang. Ich seufzte ergeben und lehnte mich entspannt zurück gegen die neue Wärmequelle. Genüsslich schnurrend schloss ich die Augen.
„Ich dachte mir, dass du sicherlich frierst.“
„...das ist dir aber früh aufgefallen...“
„...“
„...“
„Ich...bin eingeschlafen...“
Ich lachte leise und kuschelte mich noch etwas näher an die Person hinter mich. Gemeinsam beobachteten wir vom Krähennest aus den Sonnenaufgang.
„Wollen wir runter? Ich kann was zu essen machen...“
„...gleich. Es ist gerade so schön.“
„Von mir aus.“
„Nur, wenn dir nicht zu kalt ist.“
„Nein.“
Leicht wehte mir der kühle Wind einige Strähnchen in die Augen, die ich mir mit einem leichten Kopfschütteln aus dem Gesicht entfernte. Fragend wurde ich angeschaut. Ich schüttelte den Kopf und drückte mein Gesicht an das kuschelige Fell.

Ein Schwur aus Blut und Eisen

Chapter 1

Ein scharfes Knacken durchbrach die sekundenlange Stille; jene, die es nur gab, wenn wenige Augenblicke zuvor ein immens lauter Ton die Ruhe und Abgeschiedenheit eines schier unberührten Ortes zerteilte.
Das Geräusch stammte von einem trockenen Ast am Boden, auf welchen der Grünhaarige bei ihrem geschmeidigen Spiel der Klingen getreten war, dennoch: gleichzeitig wirkte es wie das Signal für den nächsten Akt des Tanzes.
Mit einem leisen Sirren kündete das enorme Schwert des Älteren en nächsten Angriff an; gerade noch rechtzeitig gelang es dem Vizen, sein Schwert hochzureißen und zu parieren – nicht gerade elegant, aber wirkungsvoll.
Eine Sekunde ausharren, erneut ein Angriff Mihawks, parieren, halten, Angriff; diesmal von Zorro.
Dieser betete inständig, es möge bald vorbei sein; er liebte zwar die Melodie des Eisens, das Adrenalin in seinem Blut, die Gewissheit eines fairen Kampfes, doch leider war der Mensch schwach, und sein Körper stieß einfach irgendwann an seine Grenzen – leider.
So schrieen seine Muskeln bei jedem Angriff protestierend auf, und seine Arme fühlten sich an, als würde binnen weniger Sekunden irgendetwas reißen. Zudem wurde er lahm, seine Bewegungen unkontrolliert und fahrig, was sehr unvorteilhaft war bei einem Kampf dieser Klasse. Seine einzige Hoffnung war der Gedanke, dass es seinem Gegenüber so ähnlich ging.
Mit einem unschönen Geräusch, dass an die Laute eines sterbenden Tieres erinnerte, schabte Metall über Metall. Noch ein Angriff, und noch einer.
Beinahe wie ein nie endendes Spiel.
Sein Verstand arbeitete mechanisch. Ein Fuß hier hin, Klinge dorthin. Ausatmen. Ausholen, einatmen, zuschlagen.
Das Dröhnen der Schwerter hallte in seinen Ohren, brachte diese zum Klingeln. Fast liebevoll streifte Blacksword sein Gesicht, und er spürte das Blut warm über seine Wange laufen.
Ihr wievielter Kampf war dies? Er hatte irgendwann aufgehört zu zählen, seit der Samurai ihm den Vorschlag gemacht hatte, ihn zu trainierten.
Erschöpft keuchte er auf, als Blacksword erneut auf ihn niederfuhr, und augenblicklich stoppte der Schwarzhaarige – gerade zur rechten Zeit; Zorros Körper gehorchte ihm nicht mehr. Diesem Angriff hätte er nichts mehr entgegenzusetzen gehabt.
Mit einem leisen Klirren ließ er seine Schwerter zu Boden fallen, nur das Wado-Ichi-Monji nahm er so aus seinem Mund und steckte es zurück in die Scheide, ehe er sich einfach zu Boden fallen ließ. Dessen bedachte Mihawk nur mit einem undefinierbaren Blick.
„Wir kehren zurück. Langsam wird es ohnehin zu dunkel.“
Mit einem Anflug von Genugtuung bemerkte Zorro, dass die Stimme des Samurais gepresst ruhig klang – also war auch an ihm der Kampf nicht spurlos vorrübergegangen.
Der Rückweg zum Gasthaus verlief einigermaßen schweigend. Auf Mihawks spöttische Kommentare, er bewege sich „schwerfällig, sobald deine Konzentration nachlässt“ reagierte der Schwertkämpfer nicht, teils, weil er solche Worte schon gewöhnt war, teils aus schlichter Müdigkeit.
Nach schier endlosen Stunden – zumindest kam Zorro es so vor – erreichten sie auch das Gasthaus, in welchem sich Mihawk – wie erwartet – das Beste Zimmer, welches im obersten Stockwerk lag, gemietet hatte. Nur mit Mühe schaffte es der Grünhaarige die Treppe hinauf, um sich dann, noch immer voll bekleidet und die Tatsache, dass Mihawk im selbigen schlief, ignorierend, aufs Bett fallen zu lassen.
„Hast du Hunger?“, ertönte es von fern, und nur langsam drangen die Worte in Zorros Bewusstsein ein, doch er drehte einfach den Kopf zur Seite; sollte Mihawk doch denken, was er wollte. Der Schwertkämpfer zumindest wollte nur noch schlafen.
„Das ist dann wohl ein nein.“, stellte die Stimme spöttisch fest und machte sich daran, dem Grünhaarigen die Schuhe auszuziehen.
„So schläfst du mit Sicherheit nicht in meinem Bett.“
Das Nächste, was folgte, war die Schärpe. Wobei es sich Zorro gerade noch so gefallen ließ, von dem Schwarzhaarigen an der Hüfte gepackt zu werden, doch als dieser ihm die Hose öffnen wollte – zweifelsfrei ohne Hintergedanken, aber es ging ums Prinzip -, fuhr der Vize hoch und griff nach der Hand in seiner Leistengegend, packte diese und riss sie hoch. Überrascht schaute Mihawk auf.
„Das mach’ ich selbst...“, knurrte er unwirsch und fingerte fahrig an seiner Hose herum. Mit hochgezogenen Brauen beobachtete der Samurai das Geschehen vor sich eine Weile.
„Zweifelsfrei erotisch, gebe ich zu. Aber so wird das nie was...“
Bestimmt drückte er die Hände des Jüngeren weg und öffnete die Hose selbst, worauf Zorro ihn nur entgeistert anstarrte; zu perplex, irgendetwas zu sagen oder gar einzuwerfen, woraufhin Mihawk dem Kleineren auch noch unbeirrt das Shirt über den Kopf zog und achtlos nebst Hose über einen Stuhl warf, ehe er sich selbst weitestgehend auszog, wobei des Grünhaarigen geweitete Augen ihm unablässig folgten, was von dem Samurai nur mit einem spöttischen Lächeln kommentiert wurde.
„...u-und was wird das, wenn’s fertig ist?“ Zorro musste schlucken, als der Schwarzhaarige, nur noch mit seiner Unterwäsche bekleidet, auf ihn zutrat und sich über ihn beugte. Amüsiert hob der Schwertkämpfer eine Braue.
„Ich gehe jetzt ins Bett.“ Damit stieg er über den Jüngeren drüber und legte sich auf der anderen Seite bequem hin, zog sich die Decke bis zu den Schultern hoch und freute sich insgeheim doch über des Kleineren leicht panisches Gesicht. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen sank er langsam in einen Dämmerzustand, dem schon kurz darauf tiefer Schlaf folgte.
Zorro hingegen – nun, dieser lag noch eine ganze Weile wach, obwohl er so müde gewesen war, als sie hier ankamen...

Chapter 2

Heiß, alles heiß. Und stickig. Er bekam keine Luft mehr...Rauch, überall. Flammen, die sich die Wände hochleckten, an ihm züngelten. Er blickte neben sich – eine schwarze, zusammengekrümmte Gestalt; der beißende Gestank nach verbranntem Fleisch. Dann spürte er, wie sich die Hitze durch seinen Körper fraß, er von innen anschwoll, was seine Haut zum platzen brachte, so dass sie nur noch als lose Fetzten von seinem Gesicht herunterhing; wie sein Fleisch sich von den Rippen trennte und als verbrannte Masse vor ihm auf die Decke fiel. Seine Augen schmerzten und trockneten immer weiter aus; fast war ihm, als könne er alles Wasser aus seinem Körper weichen und als Dampf aufsteigen sehen.
Er hob seine Arme. Seine Finger waren nur noch Knochen, und auf seinen Armen tanzten die Flammen sich immer höher und hinterließen nichts als schwarze, tote Haut.
Der Rauch biss ihn in die Lungen. Er wollte husten, doch dazu musste er Luft holen, und das war ebenso tödlich, wie nicht einzuatmen. Trotzdem, sein Körper brauchte Sauerstoff – doch es befand sich keiner mehr im Zimmer; war vom Feuer verzehrt worden.
Schweißgebadet setzte Zorro sich auf und holte erst einmal tief Luft. Saubere Luft. Dachte er zumindest. Rauch füllte seine Lungen, und er blickte panisch neben sich.
Mihawk lag neben ihm – tot? Nein, er konnte sehen, wie sich dessen Lunge hob und senkte. Gott sei Dank...
Der Rauch schien durch die Ritze der Tür zu dringen, was bedeuten würde, dass die anderen unteren Stockwerke in Flammen stehen mussten. Was für ein Glück, dass der Herr neben ihm immer nur das Beste wollte... apropos: Sie mussten schleunigst hier raus, sonst wäre von ihnen Beiden nicht mehr viel übrig – und das war ja nun ein bescheuerter Tod....also raffte sich Zorro auf und hechtete zum Fenster. Verdammt, vierter Stock...egal. Entweder sie riskierten es und brachen sich das Genick, oder sie würden hier drinnen als Häufchen Asche enden. Die Entscheidung war einfach....
Er hastete zurück und packte den Schwarzhaarigen unsanft an der Schulter.
„He, wach auf!“, brüllte er, um das Tosen der Flammen zu übertönen, doch der Angesprochene reagierte nicht. Mist, das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein...
Mit einem Ruck hob er den Größeren an und trug ihn zum Fenster, welches er einfach eintrat, wobei er den Scherbenregen ignorierte. Verdammt, er konnte ihn doch nicht so einfach aus dem Fenster werfen...das hieß, er konnte schon, wäre aber vermutlich kontraproduktiv.
Er zerbrach grob mit dem Ellenbogen die restlichen Glassplitter im Fensterrahmen und hievte den Samurai auf das Fensterbrett, ehe er selbst noch einen Blick nach draußen warf. Vor dem Gasthaus hatten sich Leute gesammelt, und einige hielten so was wie ein Tuch bereit... Halleluja. Also doch kein Genickbruch.
„Hey!“, brüllte Zorro hinunter und schien sogar gehör zu finden, denn die Leute sahen auf – bis er bemerkte, dass Jemand direkt unter ihm aus dem Fenster gesprungen war – nur, dass ihn niemand aufgefangen hatte. Er musste schlucken, brüllte aber noch mal. Keine Reaktion, die Leute zogen sich eher zurück. Da bemerkte auch der Grünhaarige ein ekeliges Knirschen, dass von den Balken ausging, und er konnte förmlich spüren, wie sich das Haus zusammenzog und drohte, Auseinanderzubrechen.
Sie hatten keine Zeit mehr...
Mit einem Ruck hatte er den Älteren aus dem Fenster, hielt ihn jedoch immer noch. Hoffentlich überlebte er das...
Er ließ los.

Chapter 3

„Rauchvergiftung, beide Beine gebrochen, Gehirnerschütterung, Prellungen und Hämatome und angeknackste Rippen. Sie können von Glück reden, dass Sie nicht tot sind, Monsieur Dulacre.“
Dieser versuchte schwerfällig, sich aufzusetzen, sank jedoch mit einem lauten stöhnen wieder zurück in die Kissen, woraufhin er husten musste, was ihn nur noch mehr zu stöhnen brachte. Er war ja nun wirklich nicht zimperlich, aber das...
„Was“, fragte er leise und mit rauer Stimme, „ist mit dem Jungen?“
Zur gleichen Zeit trat ein hochgewachsener Bursche ein und flüsterte dem Blonden etwas ins Ohr, wozu er sich ziemlich hinunterbücken musste. Der Arzt räusperte sich und presste das Klemmbrett an sich, während der Junge mit den Olivgrünen Haaren wieder aus dem Zimmer verschwand.
„Nun...wir haben ihn gefunden...aber er ist in einem bedeutend schlechterem Zustand als Ihr. Er hat sich die rechte Schulter ausgerenkt, starke Verbrennungen und sich den linken Oberschenkelknochen gebrochen; zudem müsste er eine Lunge haben wie ein lebenslanger Kettenraucher nach seinem Tod – kurzum, es könnte sein, dass er nicht durchkommt. Ich verstehe nicht, warum er Sie hierher gebracht hat und dann einfach wieder verschwunden ist.“
„Aha.“, sagte Mihawk schwach und schloss die Augen wieder.
Es könnte sein, dass er nicht durchkommt...
Du Idiot, dachte Mihawk. Was hast du gemacht?
„Faszinierender Weise haben Sie keinerlei Brandverletzungen, Monsieur Dulacre. Also müsste er doch in der Theorie zurückgegangen sein, oder nicht?“
Dieser Gedanke des Arztes riss ihn aus seinem Dämmerzustand, in welchen er wieder gesunken war.
Warum? Was hast du da gemacht?
„Ryu, bring unserem Patienten bitte etwas leichtes. Und sorg dafür, dass er viel trinkt. Ich gehe nach Ihrem...“ Er überlegte einen Moment. „...Schützling sehen.“ Damit verbeugte er sich formvollendet und schritt aus dem Raum, welchen Ryu mit einem „Ich bin gleich zurück“ ebenfalls verließ und Mihawk somit einen Moment Ruhe zum überlegen ließ.
Was konnte so wichtig gewesen sein, dass er zurückgegangen war? Die Antwort war zum greifen nah, doch er kam einfach nicht darauf...
Als Ryu einige Zeit später mit einem Tablett in beiden Händen wieder zurückkam, war der Samurai längst nicht mehr wach.

„Warum willst du mich unbedingt besiegen?“
Leises Wellenrauschen und das beruhigende schaukeln des Bootes in einer sternenklaren Nacht.
„...“
Er hatte ihn nicht gedrängt, und so schwieg der Grünhaarige eine Weile, ehe er nach einem seiner Schwerter griff, die neben ihm lagen, und es ihm reichte.
„Sein Name ist Wado-Ichi-Monji. Es gehörte meiner besten Freundin. Sie war einige Jahre älter als ich. Wir haben immer zusammen trainiert – ich habe es nie geschafft, sie zu besiegen. Damals haben wir uns ein Versprechen gegeben.“ Hier hatte er eine ganze Weile aufgehört, zu erzählen, und angestrengt ins Wasser gestarrt. Irgendwann, eine ganze Zeit lang später, hatte er tief Luft geholt und war fortgefahren. „Einer von uns Beiden sollte der beste Schwertkämpfer der Welt werden.“
Da hatte Mihawk gelächelt, nur ganz leicht, so dass Zorro es unmöglich in der Dunkelheit hätte sehen können – und doch hatte er es getan. Vielleicht waren die Sterne doch heller, als es den Anschein hatte.
„Ein dummer Kindertraum.“
„Nein.“, hatte er geantwortet, leise, aber so, dass der Schwertkämpfer es hören konnte. „Dumm ist er nicht.“
„Eigentlich...will ich den Titel nicht wegen des Namens. Sondern wegen ihr.“
Aha, hatte er gedacht, und einen leisen Stich verspürt. Eifersucht? Nun, vielleicht...
„Deine Freundin? Ich meine, feste Freundin?“
So neugierig hatte er sich gar nicht eingeschätzt. Eigentlich wollte er gar nicht gefragt haben. Hmm.
Zorros Augen waren für einen Moment trüb geworden – die Sterne schienen tatsächlich verdammt hell -, klärten sich jedoch fast augenblicklich wieder auf.
„Nein. Sie ist tot.“, sagte er nur, ganz leise, sodass er Probleme gehabt hatte, es zu verstehen. Aber das hätte er gar nicht gemusst. Der Vize war nie ein offenes Buch gewesen, aber in diesem Augenblick gab es keinen Zweifel, was mit ihr geschehen war. Er konnte den Schmerz, den der Jüngere empfand, förmlich spüren, und seine Augen...
Danach hatte er respektvoll das Schwert gemustert und es ihm wortlos zurückgegeben. Zorro hatte es ebenso wortlos wieder an sich genommen und hatte sich abgewandt. Mihawk ließ ihm seinen Schmerz.

Die Wette

Der junge Mann hatte sich über die Brücke gelehnt und starrte nun angestrengt nachdenkend in das nachtschwarze Wasser des Flusses, in welchem ich vereinzelt die Lichter der noch nicht ganz schlafenden Stadt spiegelten. Weit entfernt schlug eine Turmuhr zwölf Mal. Mitternacht.
Genervt seufzte er auf und fuhr sich durch das kurze, strubbelige Haar. Warum hatte er sich überhaupt darauf eingelassen? Wahrscheinlich wegen der verletzten Kämpferehre. Oder war es wegen dem Versprechen? Er wusste es nicht genau. Es gab so viele Gründe...
Mit fließenden Bewegungen lehnte sich jemand, mit dem Rücken an die Brückenmauer, neben ihn. Der lange, schwarz-magentafarbene Mantel bauschte sich leicht in dem frisch aufkommenden Wind der Nacht.
,,Du bist zu spät...‘‘, sagte der Jüngere, ohne seinen Nebenmann anzusehen.
,,Nein, bin ich nicht.‘‘, antwortete der Schwarzhaarige daraufhin nur und schaute in den wolkenverhangenen Himmel. Eine ganze Weile schwiegen Beide, bis der Ältere sich regte.
,,Wollen wir?‘‘, fragte er, wartete eine Antwort jedoch gar nicht erst ab, sondern verschwand einfach in der Dunkelheit der Gassen. Der Grünhaarige seufzte und folgte ihm.
,,Der Einsatz-‘‘, begann er, wurde jedoch sofort wieder unterbrochen.
,,Der Gleiche wie jedes Mal...‘‘
,,Das hatte ich befürchtet...
Der Samurai grinste anzüglich. Das würde sicher spaßig werden...

Substitution

Für K, meinen Schatz.

Vorsichtig vergrub Zorro sein Gesicht in den blonden Haaren des Kochs. Wie dieser sich ihm entgegen reckte, vor Verzückung stöhnte und keuchte... wie sehr wünschte der Schwertkämpfer sich, dass dort, unter ihm, jemand anderes läge; jemand, der sich nicht darum scherte, was andere von ihm dachten, wenn er Mal etwas lauter wurde beim Sex.
Wie jedesmal, wenn Zorro einem Höhepunkt nahe war, schloss er die Augen, verzog das Gesicht lustvoll und achtete nicht mehr im geringsten auf den Smutje unter sich. Diesen nahm er ja auch nur, um sich von der Tatsache abzulenken, dass er die Person, die er so unbedingt wollte und sich beim kommen immer vorstellte, nicht haben konnte.
Es war Sanji gegenüber zwar ungerecht, ihn einfach so zu benutzen, und Zorro wusste auch, dass er sich mit seinem scheinheiligen Getue keinen Gefallen tat, aber eine bessere Alternative gab es nicht, wenn er nicht Gewalttätig werden wollte.
Wie oft hatte er sich schon vorstellen müssen, sanft in den Schwarzhaarigen hineinzustoßen, während er dessen Stöhnen lauschte... Nicht, dass es anfangs nicht schwer gewesen war, sich einzugestehen, dass man auf einen Mann stand, aber dann auch noch zu erfahren, dass eine Beziehung unmöglich war, da die Person bereits jemanden an seiner Seite hatte; und wenn diese Person auch noch ein Mann war...das frustrierte.
Er hatte ohnehin niemals gedacht, dass es jemanden gab, den er mit jeder Faser seines Körpers verlangte, aber jedesmal, wenn er einen Orgasmus bekam, stellte er sich den schmalen , doch durchaus kräftigen Körper; das grinsendes Gesicht; die schwarzen, wuscheligen Haare, auf denen die meiste Zeit des Tages ein Strohhut thronte und die Stimme seines Käptn’s vor, wenn er ,,Zorro‘‘ rief...

Sterben

Es war eine kalte Dunkelheit, die ihn umgab. Die feuchten Wände gaben keinerlei Wärme ab.
Tag für Tag endlose Stille und Dunkelheit. Ab und zu kam jemand, der ihm das Essen brachte.
Tageslicht hatte er schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Wie Lange war er schon hier?
War es draußen Winter? Oder Sommer? Die Kälte in seinem Verließ war immer konstant, es gab kaum Temperaturschwankungen. Manchmal verirrte sich ein Luftzug hierher und brachte ihm schmerzlich in Erinnerung, noch am Leben zu sein.
Leben...
Das wollte er schon lange nicht mehr. Er hatte die Person, für die es sich zu leben Lohnte, nicht beschützen können und war dabei auch noch in Gefangenschaft geraten. Sein Kapitän war vermutlich schon Tot, so hatte sich das Gejubel am Schafott zumindest angehört.
Die Mauern dieses Verlieses waren sogar so dick, das er nicht einmal ihre Navigatorin hören konnte, und diese befand sich in der Zelle neben ihm.

Er hatte noch das Raunen der anderen Insassen im Ohr, als sie zum Schafott geführt wurden. Diese Schadenfreude, dass nicht sie, sondern jemand anderes Gerichtet wurde.
Sie, die restlichen Crewmitglieder, die noch am leben waren, hatte man aus angst vor Revolte nicht zur Hinrichtung gelassen.
Oh, und wie er Revoltiert hätte! Seinen Käpt‘n, den kaum etwas aus der Ruhe brache, dieser Dauergrinser, der nie Unschuldigen etwas getan hatte, den hatten sie als skrupellosen Mörder dargestellt und einfach hingerichtet.
Robin war im Kampf gefallen. Ein ehrenhafter Tod, wie er fand. Wie gern wäre auch er so gestorben, anstatt hier elendig zu verschimmeln.
,Schimmelkopf!...‘
Da war sie wider, die Erinnerung an die wichtigste Person in seinem Leben.
Und er hatte ihm nicht einmal sagen können, das er ihn Liebt...
Nein, die haushohen Wellen hatten ihn ins Meer getrieben, nachdem ein Marinesoldat ihn gestoßen hatte...
Nicht, das er kein guter Schwimmer war, bei den Beinmuskeln, aber...
Es war ja auch kein einfacher Sturm, das war ja auch ein Orkan gewesen, wie ihre Navigatorin es vorausgesagt hatte, so heftig, dass die Taue gerissen waren, die Planken sich lösten und die Reling vom Wind weggetragen wurde.
Nein, unmöglich konnte er das überlebt haben...
Und doch hatte er bis jetzt die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das er Überlebt haben könnte.
Er hatte immer gewollt, das es ihm gut ging und das er glücklich war, dafür hatte er sogar seine eigenen Interessen zurückgestellt, und das bei seinem Egoismus...
Krampfhaft hoffte er noch immer, dass er irgendwo angespült worden war, Lebend, dass er sich eine neue Existenz aufgebaut hatte und vielleicht sogar ab und zu an sie dachte...
Chopper war auch gefangen genommen worden, war ebenfalls hier eingesperrt, der arme kleine Elch...
Lysop...
Er war auch gefallen. Eine Kugel hatte ihn mitten ins Herz getroffen. Und das, wo er doch zum ersten mal in seinem Leben richtig mutig gewesen war...
Bei dem Gedanken musste er grinsen.
Mann, was waren sie doch für eine Truppe gewesen...

,,Hier, Lorenor Zorro, deine Henkersmahlzeit!‘‘ Der Offizier lachte dreckig, stellte das Tablett ab und verschloss die Tür wieder.
Ach ja, der Tag seiner Hinrichtung...
Vorsichtig griff er nach dem Essen. Die blöden Ketten an Händen und Füßen scheuerten ihm die Haut auf.

,,Es ist Zeit...‘‘
Endlich, nach so langer Zeit war er die Ketten los, musste sie aber gegen feste Stricke tauschen.
Er wurde den Flur hinuntergeführt, bis sie nach draußen kamen.
Tageslicht...
Zorro musste die Augen zumachen. Das Licht war einfach zu grell, seine Augen waren das nicht mehr gewohnt.
Er hörte weit entfernt Gejubel. Alles wartete auf seine Ankunft.
Langsam ging er hinter dem Marinesoldat her, Kopf und Schultern gesenkt.
Wie war wohl sein Käpt’n gestorben?
,Sicher nicht so!‘
Er richtete sich auf. Das war er seinem Kapitän schuldig. Hatte er den Kopf hängen gelassen? Sicher nicht.
Mit erhobenem Kopf schritt er an dem Marineoffizier vorbei, geradewegs auf das Schafott zu.
Die Menge hielt den Atem an. So was sah man nicht oft...
Oben auf dem Schafott wurde er auf die Knie gedrückt.
Ein letztes mal schaute er auf... und sah weit hinter der Masse einen blonden Schopf, der ihm sehr bekannt vorkam, hinter einem Gitter hervorlugen.
Konnte das sein? Sollte das wirklich...
Er war es.
Sanji.
Dann wurde alles schwarz.
Für immer.

~Ende~

I'm the...

Wollte die Jetzt nicht unter Adult haun, auch wenn da ne Lemon (?) drin vorkommt XD

I’m the...

„Gottverdammt, verzieh dich! Geh jemand anderen nerven!“
Aufgebrachtes Schnauben und leise (bzw. Laute) Schritte sind zu vernehmen.
„Nein.“
„Doch!“
„Nein!“
„Doch!“
„Nein!“
„DOCH!“
„NEIN!“
„DO-“
„RUHE! Ich will fernsehen!“
Ein lautes Rufen aus dem Wohnzimmer, und die beiden Streitenden zuckten synchron zusammen.
Mit einem unheimlichen, raubtierhaften Funkeln in den Augen drehte der Lilahaarige sich zu seinem „Gesprächspartner“ um.
‚Verzieh dich endlich! Geh...Yoh nerven oder so!’
‚Nein!’
Ein protestierendes Flüstern wie sein Gegenüber.
‚Ich will das jetzt mit dir ausdiskutieren!’ - , Du bist doch nicht einmal in der Lage, „diskutieren“ zu buchstabieren!’ – ‚Soll ich dir das Gegenteil beweisen?’ – ‚...Gib’s zu: Es ist dein Hobby, mir auf die Nerven zu gehen, stimmts?’ – ‚Stimmt. Nächster Punkt.’ – ‚...’ – ‚Tu doch nicht so überrascht!’
Ein leises Lachen ist zu hören.
‚Nein, ich mag dich doch. Auch wenn ich dich gerne ärger, Spitzkopf! Jetzt setz dich endlich, du machst mich nervös.’ – ‚...wen nennst du Spitzkopf?’ – ‚Versuchs nicht, du verlierst eh.’ – „Tu ich nicht!“
„RUHE, verdammt!“
‚Das hast du jetzt davon!’ – ‚Aaach, Leck mich doch am...’ – ‚Sprich dich aus.’ – ‚...’
Ein leises Grinsen huscht über die Lippen des Blauhaarigen.
‚...grins nich’ so dämlich!’ – ‚Wieso nicht? Ich musste an gestern denken!’ – ‚!!!’ – ‚Is’ ja gut, ich sag ja schon nichts mehr. ...Uke.’ – ‚Wa...WIE BITTE?“
„...“
Schweres Schlucken auf beiden Seiten.
„Könntet ihr euer Sexualleben bitte woanders diskutieren und mich nicht auch noch am Tag damit belästigen, wenn ich euch schon nachts zuhören muss?“
Synchrones Nicken von der männlichen Opposition.
„Gut.“
„Ich finde, wir diskutieren das Oben aus..“ – „...“ – „Na komm’ endlich!“


Gelegentlich ist lautes Keuchen und Stöhnen zu hören, dazu leise, schmatzende Geräusche.
„Oh Go- AH! Nicht…so fest…” – „Ich.. kann’s dir aber auch nicht recht machen.“ – „Ach, lass...mich...“ – „Kommen?“ – „Fick dich!“
Ein leises Lachen, als Hüsteln getarnt.
„Du...weißt aber...schon, in welcher Position...du dich befindest, oder?“ – „Gottverdammt, grins nicht so...ahh...hnn...“ – „Stimmt, ich hab wichtigeres zu tun!“ – „Du..ah..ahh...hnn... AHHH~“
Lautes Stöhnen und ein hinterhältiges Lachen.
„So gefällst du mir.....doch am besten!“ - „Du...hah...Arsch....AH!“ – „Wie bitte?“ – „Lass... das...hnn..“ – „...Nö. Uke.“
„...!“