Liebe, Hass und Wahnsinn sind nur ein schmales Stück voneinander entfernt

Das permanente grinsen des schwarzhaarigen Vizen war verschwunden, hatte einem lustverzerrtem Ausdruck Platz gemacht. Der Koch unter ihm keuchte.
Gott, war der Kerl gut...
Doch auch der Obere schien langsam, aber sicher die Beherrschung zu verlieren.
Wenn das jemals herauskam, würde Blut fließen...
Schuld an allem war nur dieses verfluchte Faß Hochprozentiger gewesen, mit dem sie ein Kampftrinken veranstaltet hatten. Im nachhinein allerdings alle zu betrunken gewesen, um zu wissen, wer denn gewonnen hatte.
Der Smutje stöhnte laut auf, als der Seme einmal mehr zustieß.
Eigentlich wollte keiner von Beiden soweit gehen -eigentlich. Aber eigentlich waren die Rollen und Positionen sonst auch anders besetzt. Eigentlich hatte Ace Smoker gar nicht betrügen wollen, und auch Sanji hatte jemandem -eigentlich- Treu bleiben wollen. Wenn nur dieses Blöde Wort nicht wäre...
Der Blondschopf hob das Becken ein wenig, um es dem Älteren ein wenig zu erleichtern und bekam als dank einen Kuss, der feuchter als geplant ausfiel. Ace’s Stöhnen wurde lauter, als der Knabe unter ihm sich etwas verkrampfte.
Wenn er nicht so verteufelt gut wäre...
Abermals reckte Sanji sich der Feuerfaust etwas entgegen, um ihm die Arbeit zu erleichtern und ihn tiefer zu spüren. Ein schaudern lief durch seinen Körper, als der Seme seinen Lustpunkt berührte, und fast automatisch krallten sich seine Hände in die zerwühlte Decke.
Gott, er hatte einen Vizen gegen einen Anderen getauscht...
Hoffentlich war Zorro zu betrunken, um aufzuwachen.
,,Fes...ter...‘‘, keuchte er unter Ace und schaute diesen mit fiebrig glänzenden Augen an. Schweißperlen hatten sich auf dem Körper des Kochs gebildet und suchten sich nun einen Weg abwährts, während der Schwarzhaarige so gut zu ihm war und seinen Körper zum beben brachte.
Mittlerweile waren seine Gedanken schwerfällig und langsam, aber wozu in diesem Augenblick auch denken? Dafür war der Sex zu gut...
Diese Ansicht teilten Beide, und im Moment war es ihnen egal, ob es Menschen gab, die sie mit ihrem Verhalten verletzten. Blöder Alkohol...
Ace wurde schneller; fester. Er wollte dem Knaben unter sich eine Nacht bescheren, die er nie wieder vergessen sollte; dazu beugte er sich vor und saugte zart an einer der verhärteten Brustwarzendessen und nahm sich zusätzlich noch die Erregung des Kochs vor, was diesem vollends den Verstand raubte.
Willig gab Sanji sich hin, nackt und mit gespreizten Beinen, und ja, er fühlte sich ein wenig Billig, aber- verdammt!-; das interessierte gerade keinen.
Er nahm Ace‘ Gesicht in beide Hände und zog ihn etwas höher, damit sich ihre Lippen berühren konnten.
Das war den Vizen gerade Recht; sein Stöhnen konnte man-wenn er so weiter machte; wonach es aussah- ansonsten auf dem gesamten Deck hören. Und er wollte ja nicht, das ein gewisser Jemand aufwachte und der Uke Ärger bekam.
Ihr ,,Spiel‘‘ dauerte die ganze Nacht, und als sie sich bei Morgengrauen von einander trennten, klingelte auch schon Sanji’s Wecker.
,Gott...jetzt Frühstück machen...‘
Der Smutje hievte sich aus dem Bett, stellte den Wecker aus und zog sich an.
Verdammt müde machte er sich auf den Weg in die Kombüse. In der Tür blieb er stehen.
Da saß Zorro, mit dem Rücken zu ihm, am Küchentisch und hielt etwas in der Hand, was verdammt nach Sake aussah.
,,Hast du gestern Abend nicht genug getrunken?‘‘, fragte Sanji und stellte sich an den Herd.
,,Nicht genug, um nicht mitzubekommen, was du nicht alles treibst, wenn du denkst, dass ich schlafe.‘‘
Der Blonde erstarrte in der Bewegung.
Oh Gott...er hatte alles...?
Langsam drehte er sich zu dem Schwertkämpfer um.
,,Was-‘‘
,,Bastard!‘‘
Zorro stand auf und stellte mit einem Knall die Flasche auf den Tisch, ehe er sich zu dem Smutje umdrehte. Mit schnellen Schritten ging er auf ihn zu.
,,Hat’s dir Spaß gemacht? Scheint dich ja richtig durchgevögelt zu haben...‘‘
Die sonst so warmen, grünen Augen und seine Stimme strahlten eine solche Kälte und Härte aus, dass es dem Koch eiskalt den Rücken herunterlief.
,,A-aber...‘‘
Sanji wurde am Kragen gepackt, herumgerissen und auf den Küchentisch bugsiert. Dabei fiel die Flasche Sake zu Boden und zerschellte.
Grob riss der Grünhaarige ihm Hose sowie Shorts herunter und drang hart mit einem Finger in ihn ein.
Sanji keuchte.
,,...‘‘
Die Miene des Vizen verfinsterte sich, als er eine feuchte Wärme spürte.
,,Hat es dir ja richtig gegeben...‘‘
Der Smutje schrie auf, als der Schwertkämpfer fest zustieß.
,,Zor...ro...‘‘
Die Stimme des Kochs wahr flehend, während der Angesprochene seine Hose öffnete.
,,Wenn du so eine kleine Schlampe bist, will ich jetzt auch Mal!‘‘ Damit drang er hart in Sanji ein und stieß fest zu.
Der Blonde war fast den Tränen nahe; nicht, weil er vergewaltigt wurde, sondern weil es schmerzte, seinen Liebsten so verletzt zu sehen.
,Falls ich diesen Tag überlebe,‘‘, dachte Sanji und keuchte gequält, ,rühre ich nie wieder auch nur einen Tropfen Alkohol an...!‘

1,2,3

One

Sein Blick streifte fiebrig glänzende Augen; ein gerötetes Gesicht. Der Mann unter ihm keuchte, stöhnte auf.
Wie lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet und hingearbeitet. Natürlich hätte er ihn auch so haben können, aber er wollte, dass der Untere eine gewisse Abhängigkeit von ihm bekam. Dass er ihn liebte.
Monate hatte er damit verbracht, ihn aufzuspüren und zu jagen; und ja, es hatte ihm Spaß gemacht. Natürlich hätte er nie zugelassen, dass man ihn fasste. Nicht, so lange er lebte. Solange er liebte.
Er keuchte, atmete schneller.
Wie lange trieben sie es schon? Eine Ewigkeit, so schien es dem Seme zumindest.
Er wurde etwas schneller, stieß etwas fester zu. Sofort begann der Junge unter ihm, lauter zu stöhnen und ihm sein Becken entgegenzustrecken.
,,Ahh...Smok-AH!‘‘
Der Marineoffizier nahm den Schwarzhaarigen an der Hüfte und zog ihn etwas mehr zu sich, beugte sich vor und küsste ihn, um seine eigenes Stöhnen zu unterdrücken.
,,Was...ist?‘‘, fragte er abgehackt, nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte.
,,Ich...kann-AH!-...nicht mehr...‘‘
,,Soll ich es Beenden?‘‘ Das würde er natürlich nicht tun. Wer wusste schon, wann die Beiden das nächste mal eine gemeinsame Nacht haben würden?
Der Uke nickte kurz, bevor er lauthals aufstöhnte. Erregt wandte er sich unter dem Grauhaarigen, der genau den Lustpunkt des Unteren stimulierte.
,,Nei...nein...ahhh...Smoker...‘‘
Dieser legte zusätzlich noch Hand an der Erregung des Unteren an, was den Uke nur dazu brachte, immer lauter zu werden und sich an Smokers Rücken festzukrallen. Das würden sicher einige hübsche Narben werden...
Aber auch dem Seme fiel es langsam schwer, sich zurückzuhalten.
Oh Gott, wie er diesen Jungen wollte! Jede Faser seines Körpers verlangte nach dem Schwarzhaarigen.
Dabei war ihre Beziehung zum Scheitern verurteilt. Er war Marinekapitän, der Mann unter ihm Pirat.
Dass konnte nicht gut ausgehen.
Jedoch waren sich beide bewusst, in was für einer Gefahr sie sich befanden, wann immer sie zusammen waren, und sie gingen dieses Risiko ein. Um des Anderen willen.
Sie hatten sich natürlich nicht so mühevoll eine Beziehung aufgebaut, um sie Leichtsinnig aufs Spiel zu setzten; deshalb planten sie ihre Treffen immer sorgfältig. Dass einzige, was Smoker störte, war, dass sie sich vielleicht alle drei Monate sahen- seiner Meinung nach viel zu selten.
,,Smok..er...bitte...‘‘
Der Obere wurde aus sienen Gedanken gerissen.
Gott verdammt-noch-mal, er hatte gerade verdammt guten Sex und dachte über ihre Beziehung nach...! Nicht, dass das kein Ernst zu nehmendes Thema wäre, aber es gehörte einfach nicht in’s Bett- oder zumindest nicht in dieser Situation.
Der Junge unter ihm verkrampfte sich, wodurch Smoker laut aufstöhnte und fester zustieß.
‚,AH! Ich...ich...‘‘
Er bemerkte bereits, dass dem Anderen die Sinne schwanden, und wollte es jetzt doch zu Ende bringen.
Er drang tiefer ein, bewegte sich langsam immer schneller und vergaß auch nicht, dass er den Kleinen noch auf andere Art verwöhnte.
Der Uke stöhnte, bäumte sich auf und ergoss sich in Smokers Hand. Dass war das Zeichen für ihn, sich jetzt ebenfalls zu erlösen. Er stöhnte ein letztes mal laut auf und sank dann auf die Brust des Jüngeren.
,,...Gott...du...elen...der...Mist...kerl...‘‘, keuchte der Schwarzhaarige nach einer Weile, woraufhin Smoker sich aufrichtete.
,,Was?‘‘, fragte er nur, bevor er dem Unteren tief in die Augen sah und zärtlich küsste.
,,...elender Sadist...‘‘
Der Ältere lachte leise, wobei dessen Atem den Uke streifte und bei diesem einige Schauer auslöste.
,,Willst du noch mehr?‘‘, fragte er leise.
,,Du solltest aufpassen, dass du dich nicht überanstrengst...ich meine, in deinem Alter...‘‘ Der Untere grinste.
,,Und du solltest aufpassen, was du sagst...du befindest dich nämlich nicht in der Position, dir solche Scherze erlauben zu können...‘‘ Damit stieß der Seme einmal zu und entlockte der Stimme des Schwarzhaarigen die geliebten Töne.
,,Oh nein...‘‘, sagte dieser. ,,Sag bloß, du willst schon wieder...‘‘
Smoker grinste fieß.
,,Mit dir die ganze Nacht...‘‘
,,Elender...Sadist...War das...eine Drohung...oder ein Versprechen?‘‘ Der Jüngere keuchte.
,,Beides...‘‘
,,Nicht...mit mir..‘‘, sagte der Uke und versuchte, den Marinekapitän hochzudrücken, immer noch penetrant grinsend.
Es begann eine Art Machtkampf, und eine weile sah es so aus, als ob der Jüngere tatsächlich die Oberhand gewinnen würde, bis Smoker noch einmal zustieß und aller Widerstand verebbte.
,,Bitte nicht...‘‘, fragte der Uke fast flehend, aber grinsend, was den Älteren dazu veranlasste, nicht aufzuhören.
,,Dir wird das Grinsen noch vergehen...‘‘, sagte der Grauhaarige und fügte hinzu: ,,Die ganze Nacht...‘‘
Der Untere schluckte. Langsam verebbte das grinsen.
,,Die..ganze...‘‘
,,Genau.‘‘


Als der Schwarzhaarige am nächsten Morgen erwachte, war Smoker schon fort, hatte allerdings eine Nachricht auf das Kopfkissen gelegt.

,An:
Puma D. Ace

23.05. XXX
28.05. XXX

Smoker‘

Diese beiden Daten waren vorerst alles, was der Feuerfaust von Smoker geblieben war. Das und die Erinnerungen an ihre gemeinsame Nacht- und ein Paar ordentliche Knutschflecke.
,,Und du bist doch Sadist...‘‘


Two

,,Tja, Leute, ihr habt leider das große Pech, mitten in eine Razzia der Marine hinein geraten zu sein. Also: Alle Mann aufstehen und verhaften lassen! UND ICH DULDE KEINEN WIDERSPRUCH!‘‘ Die Stimme des Marinekapitäns donnerte. Er drehte sich um und überließ seinem Leutnant die Stellung, während sich in einer Ecke der Spelunke ein Mann mit einem ziemlich auffälligen Orangen Hut erhob.
,,Ah, Käpt’n Smoker! Wie schön, sie wiederzusehen! Wollen sie sich nicht zu mir setzen und ein Bier mit mir Trinken? Dabei können wir ja über meine Festnahme verhandeln!‘‘ Der Junge grinste penetrant. Smoker brauchte sich nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, wer ihn so dreist angesprochen hatte.
,,DU schon wieder, Puma D. Ace...Diesmal entkommst du mir nicht.‘‘ Trotz der Aufforderung des Piraten machte der Angesprochene keinerlei Anstalten, der Einladung nachzukommen.
,,Ach, komm schon...sei kein Spielverderber...‘‘ Augenscheinlich schien der Schwarzhaarige zu schmollen, jedoch konnte er nicht ein Grinsen unterlassen, was an seiner Ernsthaftigkeit zweifeln ließ.
Naja, wenn er Mal Ernsthaft war...
,,Bin ich aus Prinzip. Warum, glaubst du, bin ich sonst zur Marine gegangen?‘‘
Der Schwarzhaarige schien eine Weile zu überlegen. Die anderen Piraten starrten ihn an.
Wie konnte er es sich wagen, so mit einem Kapitän der Marine Umzugehen?
,,Die Frage habe ich mir schon immer gestellt...‘‘, antwortete er, noch immer grinsend.
Gott, wie Smoker dieses Grinsen vermisst hatte...
,,Versuchs erst gar nicht...‘‘
Der Grauhaarige drehte sich um.
,,Tashgi, führen sie diese Memmen ab!‘‘
,,Jawohl, Sir!‘‘
Sie erteilte den Soldaten den Befehl, die -sehr verdutzt aussehenden- Männer abzuführen.
,,Käpt’n, Sir?‘‘
,,Was denn noch, Tashgi?‘‘
Smoker klang genervt.
,,Ich...ähm, also...‘‘
,,Tashgi...nehmen sie ihre Männer und verschwinden sie...und am besten lassen sie sich die nächsten Tage nicht bei mir blicken!‘‘
,,Aye, Sir!‘‘
Die Angesprochene machte auf dem Absatz kehrt, wobei sie die Soldaten vor sich her scheuchte.
Smoker warf dem Wirt einen Blick zu, der diesen veranlasste, sich doch einmal anderweitig umsehen zu gehen.
,,Hmm...und was machen wir jetzt? Ich meine, ich hatte noch nie ein ganzes Wirtshaus für mich alleine...‘‘, meinte Ace-noch immer penetrant grinsend- und setzte sich auf einen der Tische.
,,Tja, was schwebt dir denn so vor?‘‘
,,Hmm...mal überlegen...‘‘ Ace schaute angestrengt- der zumindest tat er so.
,,Du könntest mich ja Mal küssen...‘‘, schlug Ace vor und schaute dem Marinekapitän direkt ins Gesicht, während dieser sich bereits auf den Weg machte. Kurz vor dem Jüngeren hielt er, beugte sich vor ihm runter-
,,Nein.‘‘
,,Nein?‘‘
Diesmal war Ace wirklich erstaunt.
,,Nein.‘‘
,,Und warum nicht?‘‘
,,Du bist Pirat, ich Marinekapitän. Reicht doch als Grund, oder?‘‘
,,Das hat dich vorher aber auch nicht davon abgehalten, mich zu vögeln.‘‘
Ace’s grinsen war verschwunden und hatte einer Mischung aus Ungläubigkeit und Ärgernis Platz gemacht.
,,Nun, die Dinge haben sich geändert.‘‘ Smoker’s Mine blieb gleichgültig.
,,Gut. Dann...man sieht sich.‘‘
Ace stand auf und wollte gerade an Smoker vorbei gehen, als dieser ihn zu sich herumriss und ihre Lippen aufeinander presste. Ace erwiderte. Sie versanken in ein leidenschaftliches Zungenspiel, von dem sich keiner lösen konnte. Schließlich beendete Ace das Ganze, um Luft zu holen.
,,Du elendes Arschloch...‘‘, sagte er leise und schaute dem Älteren in die Augen. Ihre Blicke trafen sich.
,,Ich weiß. Das haben mir schon viele gesagt- aber du bist der Einzige, der diese Dreistigkeit überlebt hat...‘‘, antwortete Smoker und küsste ihn erneut.
Mit einer Hand spreizte der Marinesoldat die Beine des Jüngeren und fuhr an der Innenseite der Oberschenkel entlang, während er mit der Anderen langsam über den Rücken hinunter zum Hintern fuhr und dort stoppte, was diesen Erschaudern ließ.
,,Willst du?‘‘, flüsterte Smoker ihm ins Ohr, wobei er vorsichtig daran knabberte, was Ace ein leises Stöhnen entlockte.
,,Elender...Sadist...‘‘
,,Ich weiß. Willst du?‘‘, wiederholte Smoker seine frage und schaute dem Schwarzhaarigen unvermittelt ins Gesicht.
,,...ja...‘‘, hauchte dieser und lehnte sich ein Stück zurück.
Sofort stoppte Smoker und ließ von dem Piraten ab.
,,Wa-‘‘
,,Vergiss es. Heute nicht.‘‘, antwortete Smoker nur und wandte sich zum gehen.
,,Aber...‘‘
Der Marinekapitän stand bereits in der Tür, als er sich noch einmal umdrehte.
,,Vielleicht beim nächsten mal...‘‘ Und damit verschwand er aus dem Blickfeld des Jüngeren.
Ace blieb verdutzt sitzen, sprang dann-wie von der Tarantel gestochen- auf und stürmte hinterher.
Smoker war verschwunden.
,,Scheiss verfluchter, elender SADIST!‘‘, brüllte Ace und machte sich auf in Richtung Hafen.
Der Kerl würde noch was erleben...



Three

Eine Tür wurde so heftig aufgerissen, dass sie fast aus den Angeln sprang.
,,Smoker, du-‘‘
,,Lass meine Tür heile.‘‘, war das Erste, was dem Schwarzhaarigen entgegen kam.
,,...‘‘
Ace rauchte vor Zorn. Wutentbrannt schritt er auf den Marinekapitän zu und baute sich vor ihm auf.
,,Ist DAS deine Art von ,Humor‘, mich erst verdammt Geil zu machen und dann einfach- mir nichts, dir nichts- zu verschwinden? Kannst du dir eigentlich vorstellen, wie- Hörst du mir überhaupt zu?‘‘
Smoker hatte während der ganzen Rede nicht einmal von seinen Akten, die er sich aus dem Archiv geliehen hatte, aufgeschaut.
,,Natürlich höre ich dir zu- du bist ja auch nicht zu überhören.‘‘
Noch immer durchblätterte er seine Akten.
Ace langte über den voll belagerten Schreibtisch nach Smoker, packte ihn am Kragen und wollte ihn gerade zu sich ziehen, als dieser sich in Rauch auflöste.
,,Was soll das jetzt?‘‘, fragte der Pirat und klang verdammt sauer.
Der Rauch verdichtete sich, und als sich Smoker wieder komplett materialisiert hatte, schloss er die Tür, ehe er sich zu Ace umdrehte. Ohne diesen anzusehen, schritt er an ihm vorbei; auf seinen Schreibtisch zu, wo er sorgfältig alle Unterlagen zusammen räumte und in einer Schublader verstaute; noch dazu fing er an, den Kompletten Schreibtisch aufzuräumen.
Ace kochte.
Wortlos schritt er hinter den Marinekapitän, schmiss dabei noch ,aus versehen‘ den Sessel um, packte Smoker an den Schultern, um ihn zu sich herumzureißen.
,,Lass mich los.‘‘
Die Stimme des Grauhaarigen klang irgendwie sonderbar...
Trotz alle dem gehorchte Ace. Langsam drehte der Marinekapitän sich um.
,,...willst du dich jetzt Rächen?‘‘, fragte er leise und schaute dem Jüngeren in die Augen, ehe er seine Eigenen schloss und ihn zärtlich küsste.
Ace’s Gedanken rasten. Erwidern; nicht erwidern? Er entschied sich für ersteres, und für einen Augenblick versanken Beide in eine ganz eigene Welt.
,,Ich will dich...‘‘, flüsterte Smoker mit einer Stimme, die seine Lust widerspiegelte.
Dieses Mal meinte er es verdammt Ernst.
Beim Klang der Stimme seines Geliebten fing Ace kaum merklich an zu zittern. Seine Hände nestelten ungeduldig an der Hose des Grauhaarigen herum, während dieser bereits die seines Gegenübers geöffnet hatte und sich nun mit dessen Erregung beschäftigte, was dem Schwarzhaarigen ein leises keuchen entlockte. Kaum hatte er es geschafft, auch den Reißverschluß zu öffnen, kniete er sich nieder und liebkloste seinerseits die harte Schwellung mit der Zunge.
Smoker stöhnte.
Gott, warum musste es das letzte Mal sein?
Weiter kamen seine Gedanken gar nicht, dafür sorgte der Vize.
...der Bengel war verdammt gut...
Er keuchte, bemühte sich nicht allzu Laut zu sein, konnte jedoch das Stöhnen nicht unterdrücken.
Hart ergoss er sich in Ace, welcher alles aufnahm.
Vorsichtig zog er den Schwarzhaarigen hoch, positionierte ihn vor dem Schreibtisch, drückte ihn etwas nach vorn, wobei dieser sich an der Platte abstützte, und drang in ihn ein.
Ace schrei leise auf. Das kam dann doch ein bisschen unvorbereitet...
Er keuchte, als der Ältere begann, sich langsam zu bewegen.
Nur nicht verkrampfen...
Doch es dauerte nicht lange, bis er sich an die Situation gewöhnt hatte und in Smoker’s lustvolles Stöhnen einstimmte.
Smoker machte es schnell; sich in einem Hauptquartier der Marine zu lieben war eine riskante Sache...
Als Beider fertig waren, setzte der Seme sich in seinen Sessel und schaute auf den Piraten, welcher sich -mit hochrotem Gesicht- auf dem Schreibtisch niedergelassen hatte.
,,Das...war das letze Mal.‘‘, sagte der Marinekapitän nach kurzem Zögern.
,,...Okay...‘‘, kam es leise von seinem Gegenüber zurück, welcher sich erhob und auf die Tür zuschritt.
,,Du bedeutest mir zu viel, als dass ich dich jemals auf dem Schafott sehen könnte...‘‘ Das war das Letzte, was Ace hörte, ehe er die Tür schloss.
,Suki desu, Smoker...Leb wohl.‘
Der Grauhaarige lehnte sich zurück und zündete sich eine Zigarre an.
Es war ein Abschied für immer gewesen...

~Ende~

Leben

Chapter 1

,,Wollen wir es zu Ende bringen?‘‘
Der Kerl war noch nicht einmal aus der Puste, und ich war schon halb tot...Also, irgendwas war da nicht in Ordnung.
,,Pah!‘‘
Mein Atem ging wie ein Wasserkessel. Kalter Schweiß vermischte sich mit warmen Blut. Meinem Blut.
Ich war am Ende. Aus. Fix und fertig. Alle. Kaputt. Nur mit Mühe konnte ich mich noch auf den Beinen halten. Meine klare Sicht hatte ich längst eingebüßt. Aber ich konnte den Mann mir gegenüber noch fast deutlich erkennen.
Natürlich. Ein Teil meiner Träume handelte von ihm. Nein, nicht die Art von Träumen...Was ich meinte, waren Alpträume. Immer und immer wieder träumte ich davon, von ihm aufgeschlitzt zu werden.
Nun, von eben jenem Alptraum wurde ich jetzt in der Realität heimgesucht.
Er lächelte, glaube ich. Mein Blick flackerte. Das Einzige, was ich deutlich erkennen konnte, waren seine stechenden Augen.
Sie waren Golden.
Jetzt sollte man eigentlich meinen, dass sie warm waren. Falsch gedacht. Sein Blick war eiskalt. So kalt wie das Lächeln auf seinem Gesicht. Ein grausames, Unheil verkündendes Lächeln; voller Verachtung für mich- glaube ich...
Er machte einen Schritt auf mich zu und ich ging in die Knie, weil meine Beine nachgaben.
Gleich, gleich würde das Blacksword auf mich nieder fahren und mich zu Gulasch verarbeiten.
Piratengulasch...das wäre etwas für unseren Koch gewesen...
,,Na los, steh wieder auf.‘‘
Wenn ich könnte, würde ich ja, du Arschloch...
Ich versuchte es natürlich trotzdem, und hey! Es klappte! Ich stand zumindest. Zwar waren meine Beine weich wie Pudding und ich schwankte ziemlich, aber ich stand aufrecht.
,,Na...los. Mach schon. Gib mir...endlich...den Rest!‘‘
Endlich war es draußen. Auch wenn ich es nie zugeben würde, ich war am Ende. Das war dann wohl mein letzter Kampf gewesen.
Sorry, Kuina. Ich konnte es wohl doch nicht halten...
,,Willst du leben?‘‘
Hä? Wie bitte?
Ich musste ziemlich Blöd aus der Wäsche geschaut haben, denn er formulierte die Frage anders.
,,Willst du am Leben bleiben?‘‘
Also bitte. Was war das für eine Frage?!
,,Ha-...hast du so großes...Mitleid mit mir?‘‘
Ich sackte abermals auf den Boden und spuckte Blut.
Bah. Eisen...
,,Keine...Gnade!‘‘, keuchte ich.
,,Todessehnsucht?‘‘, fragte er spöttisch.
Bei dir immer.
Ich rang um ein Grinsen.
,,Arrogant bis zum letzten, was?‘‘
Hey! Wer von uns Beiden war hier Arrogant?! ER brauchte nur eine Bewegung zu machen, und mit mir wäre es aus...ER entschied über MEIN Leben und nannte mich da Arrogant...
Ich musste lachen und spuckte noch mehr Blut.
,,Es ist vorbei mit dir. Sieh dich an. Du kannst ja nicht einmal mehr stehen.‘‘
Er ging wieder ein paar Schritte auf mich zu und musterte mich. So gut ich konnte, versuchte ich, seinem Blick stand zu halten, was sich als recht schwierig gestaltete, da er mittlerweile direkt vor mir stand. Dann plötzlich kniete er sich neben mich.
,,Lorenor...‘‘, flüsterte er leise; ganz nah an meinem Ohr. Ich zuckte zusammen, wodurch mir schlecht wurde.
,,Ich frage dich ein letztes Mal, Lorenor...willst du leben?‘‘
Dann richtete er sich plötzlich auf.
,,Dein Potential ist noch längst nicht voll ausgeschöpft‘‘, sagte er wieder in normaler Lautstärke und fügte hinzu: ,,Eines Tages könntest du mich vielleicht mit ein wenig Glück und unter besonderen Umständen besiegen...‘‘
Und da muss ich mich von dem Kerl Arrogant schimpfen lassen...
,,Also, wie lautet deine Antwort?‘‘
Hey, du hast doch schon längst entschieden. Warum fragst du dann noch?
Ich murmelte etwas und ließ mich dann vor Erschöpfung auf die Seite fallen.
Wieder kniete er sich neben mich.
,,Wie bitte?‘‘
Man, der Kerl war eindeutig Sadist...
Einer Ohnmacht nahe nickte ich nur kurz und spürte dann kaum noch, als ich bereits ins Bewusstlose glitt, wie etwas weiches, warmes meine Lippen berührte; hörte kaum noch das ,,Gut. Bis dann...mein Schwertkämpfer‘‘ und bemerkte nicht, dass er sich wieder aufrichtete und ging; mich hilflos und alleine zurücklassend, in der Hoffnung, dass ich überlebte.


Chapter 2

Zwei Jahre. Zwei Jahre waren vergangen, seit wir uns da letzte Mal gesehen hatten. Und ich verstand den Mann immer noch nicht, kannte nicht einmal den Bruchteil der Gründe, warum er mich damals am Leben ließ. Natürlich, ich könnte theoretisch irgendwann einmal eine Bedrohung für ihn darstellen. Aber war das schon alles?
Immer und immer wieder hatte ich seine letzten Worte Revue passieren lassen und war doch zu keinem Ergebnis gekommen – zumindest zu keinem mir verständlichem oder zufriedenstellendem.
„Der Kerl is‘ in dich verschossen, man.“, meinte der Koch.
Ausgeschlossen. Das konnte, durfte nicht sein. Ich meine, das war doch nicht normal...trotzdem faszinierte mich der Gedanke ein wenig. Aber auch nur ein wenig. ...naja, immerhin genug, um meine Gedanken zwei Jahre zu beschäftigen.
Es war zum Haare raufen...
Was mich allerdings leicht verstörte, war die Tatsache, dass ich die Idee, mit einem Mann - beziehungsweise mit DEM Mann – eine...Beziehung zu führen, gar nicht so~ abwegig fand...
Ich war doch wohl echt gestört.


„Ah, du lebst ja noch...“
Arschloch.
Er hatte sich nicht verändert. Kein Stück. In gar nichts.
„Lust auf eine Revanche?“
Sag ich doch: Arschloch.
Ich griff zu meinen Schwertern, doch er unterbrach mich.
„Willst du wirklich hier in aller Öffentlichkeit kämpfen?“
Ich steckte die Schwerter wieder zurück. Gut, er hatte Recht – ausnahmsweise... Also folgte ich ihm mit einem an meine Kameraden gerichtetes „Bis nachher“ in dem naheliegenden Wald.
Wald...
Schon stürzten die verschwommenen Erinnerung an das Szenario von damals auf mich ein. Hoffentlich wiederholte sich das nicht noch mal...obwohl...ich glaube, er hatte mich damals geküsst. Also, DAS könnten wir doch ruhig wiederholen...
Schlagartig wurde mir bewusst, dass ich mich einzig auf Grund der Erinnerungen von unserem letzten Kampf in den Kerl da vor mir verliebt hatte.
Das war doch jetzt bitte nicht wahr...

Es endete fast wie damals, nur, dass Mihawk jetzt ein paar Kratzer von mir hatte. Okay, er blutete wie ein Schwein, von mir mal ganz abgesehen, aber er stand noch. Mal wieder.
Warum verlor ich immer?
Mit leicht unkoordinierten Schritten kam er auf mich zu und stellte sich vor mir auf.
„Du bist definitiv besser als damals. Glückwunsch. Aber um mich zu besiegen reicht das leider noch nicht.“, sagte er spöttisch. Blut tropfte aus einer Wunde an seinem Oberarm auf mich.
„Du läufst aus.“, antwortete ich trocken und richtete mich auf. Ich brauchte einen Moment, bis ich realisierte, WO ich mich befand. Hastig ließ ich mich ein Stück nach hinten sinken. Ich war doch kein Sitzgebläse...
Mihawk hatte das ganze auch zur Kenntnis genommen und grinste sich einen ab. Elender -
„So schüchtern?“
- ...hä?
Darauf wollte und konnte ich nichts erwidern. Wollte der Mann mich jetzt ernsthaft angraben? Wenn ja, würde ich sicher nicht darauf eingehen. Natürlich nicht. Nur vielleicht.
Vorsichtig packte der Schwarzhaarige mich am Arm und zog mich hoch, so dass ich wieder aufrecht stand. Plötzlich spürte ich seine Hände auf meinem Rücken und Allerwertesten, wie er mich näher an sich zog und zwei viel zu sanfte und verführerische Lippen, welche sich auf meine legten. Ich seufzte ergeben, als er mit seiner Zunge über meine Lippen leckte und um Einlass bat, den ich ihm natürlich gewährte. Es entbrannte ein heißes Zungenspiel, ehe ich die Sache beendete, da meine Beine mich – auf Grund von Blutverlust natürlich! – nicht mehr tragen wollten. Erschöpft und mit leicht geröteten Wangen ließ ich mich auf die Knie sinken.
Mist. Ausgangsposition. Hoffentlich kam er nicht auf die blöde Idee...ich meine, ich hatte zwar Erfahrung mit Männern, aber...hier und so und –
Er kniete sich vor mich.
Ausatmen, bitte.
Enel sei Dank hatte er nicht die gleichen absurden Ideen gehabt wie ich...
Er beugte sich zu meinem Ohr herunter und flüsterte: „Das heben wir uns für später auf...“
Mit einem leicht sadistischen Grinsen stand er auf, nahm sich das Blacksword und wandte sich ab, blieb jedoch noch einmal stehen und drehte sich zu mir um.
„Ich bin noch eine Weile in der Gegend. Wenn du dich ausgeruht hast, können wir vielleicht noch ein bisschen trainieren. Oder...“ Sein Grinsen wurde breiter. Damit drehte er sich um und ließ mich wieder allen, jedoch nicht so hilflos wie damals – zumindest nicht körperlich.
ARSCHLOCH!

Chapter 3 (falls sich das Chapter schimpfen darf XD)


Unkontrolliert lief ich durch die Gegend. Man, warum musste mich mein Orientierungssinn auch immer so im Stich lassen?! Es dauerte fast einen halben Tag, bis ich tatsächlich in der Ortschaft eintraf. Fast, als hätte der Mann mich erwartet, kam er gerade aus einem Gasthaus – beziehungsweise, dem einzigen Gasthaus, dass es hier gab. Arrogant stolzierte er auf mich zu und baute sich vor mir auf.
„Ich hätte nicht gedacht, dass du tatsächlich den Mut hast, bei mir aufzutauchen.“, sagte er und strich mir über die Wange. Ich zuckte zurück, was ihn amüsierte. Während er an mir vorbei in Richtung Wald ging, das Blacksword kampfbereit dabei, sagte er: „Ich hätte da einen Vorschlag für dich...“

(So, und jetzt extra noch mal für das Snack! Weil ich dich so furchtbar lieb hab XD)

Warum hatte ich mich nur darauf eingelassen?
Total verspannt stieg ich aus dem Bett – oder versuchte es zumindest, was eine Stelle meines Körpers leider nicht zuließ. Also krabbelte ich mehr, als das ich lief, ins Bad, richtete mich unter schmerzensgestöhne wieder auf und drehte das Wasser an. Wie gut das tat...zudem säuberte es mich doch von einigem ungewollten...Spuren.
Enel, dafür könnte ich ihn umbringen. Er hatte nie erwähnt, was passieren würde, wenn ER gewinnen würde...
Was ich jedoch nicht gedacht hätte, das er so zärtlich sein konnte. Gut, er hatte schon echt fest zugestoßen, aber die Küsse waren erst der echte Hammer gewesen...
Immerhin, ich bereute nichts. Wir waren zwar nicht zusammen, jedoch war die Wette ja noch von Dauer...

(Da kommt noch ne Lemon XD")